Aloe Vera (korrekter botanischer Name: "Aloe Barbadensis Miller")
gehört zu den Liliengewächsen und ist die für den Menschen nützlichste von insgesamt 250 Aloe-Arten.
Daher der Name: "die wahre Aloe".
Sie sieht der Agave ähnlich,
ist aber nicht mit ihr verwandt. Ihre dicken, prallen Blätter, die bis zu 50 cm lang werden können,
speichern reichlich Wasser und viele Nähr- und Inhaltsstoffe. Die
sogenannte "Wüstenlilie" ist weitgehend resistent gegen Hitze und Trocken-heit, aber sehr
kälteempfindlich.
Deshalb gedeiht sie nur in warmen, trockenen Gebieten auf mineralreichen Böden. Man findet sie wild
und kultiviert auf den Südseeinseln, auf Madeira, den Kapverden, den Kanarischen Inseln, in China, Indien,
Asien, den Mittelmeerländern, Afrika, Südamerika, Puerto Rico und Jamaika. Auf den Niederländischen
Antillen,
in den Küstengebieten von Venezuela und in subtropischen Regionen der USA und Mexiko wird Aloe Vera
in großen Plantagen angebaut. Die Pflanze braucht 3 - 4 Jahre Wachstum, bis sie ihre volle Kraft ent-wickelt
hat und die ersten Blätter geerntet werden können.
Früher musste man
selbst Aloe Vera Pflanzen kaufen oder züchten, um an den wertvollen Saft zu gelangen. In einen aufwendigen
Verfahren wurde aus den abgeschnittenen Blättern der Saft langsam abgetropft und gesammelt bzw. das
Mark herausgedrückt.
Inzwischen gibt es regelrechte Aloe Vera Farmen,
die sich darauf spezialisiert haben, das so wertvolle Fruchtfleisch bzw. den Mark-Saft auf besonders
schonende Weise zu "ernten".
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